San Carlos Reservoir fast leer – Fische sterben
Dieser Bericht fasst die Umwelt-Nachrichten vom 2026-06-17 zusammen und basiert ausschließlich auf den Originaltexten der Quellen.
San Carlos Reservoir fast leer – Fische sterben

Dürre und Wasserabgaben haben das San Carlos Reservoir in Arizona fast leer laufen lassen. Laut NASA Earth Observatory sanken die Wasserstände so stark, dass fast alle Fische starben. Die Behörden sperrten den See am 5. Juni 2026 auf unbestimmte Zeit.
Zwei Satellitenbilder zeigen den Unterschied deutlich. Im Juni 2023 wirkte das Reservoir wie ein großer See. Im Mai 2026 war es fast trocken.
Heute ist der natürliche Flusslauf des Gila River wieder sichtbar. An den Rändern wächst grüne Vegetation auf dem früheren Seeboden.
So stark sank der Wasserstand
Im Mai 2026 lag der Füllstand bei nur 389 Acre-Feet – weniger als 1 Prozent. Im Juni 2023 war der See dagegen etwa 60 Prozent voll.
| Zeitpunkt | Satellit | Füllstand |
|---|---|---|
| Juni 2023 | Landsat 8 | etwa 60 Prozent voll |
| 22. Mai 2026 | Landsat 9 | 389 Acre-Feet, weniger als 1 Prozent |
Die Bilder entstanden mit dem OLI (Operational Land Imager) auf den Satelliten Landsat 9 und 8. Die Aufnahmen stammen vom NASA Earth Observatory, erstellt von Michala Garrison.
Wenig Schnee, wenig Wasser
Im Jahr 2026 fiel kaum Schnee in den Bergen. Die Schneedecke im Einzugsgebiet des Gila River lag bei nur 2 Prozent des Märzwerts von 1991 bis 2020.
Dadurch sank der Abfluss im April auf 39 Prozent des Normalwerts. Im Juni hielt das Reservoir nach festen Wasserabgaben für die Landwirtschaft weniger als 400 Acre-Feet.
Die grüne Vegetation am Flusslauf besteht aus Tamarisken, Weiden, Pappeln, Seggen und Gräsern.
Fast alle Fische tot
Der niedrige Wasserstand führte zu wenig Sauerstoff im Wasser. Diese sogenannte Hypoxie tötete praktisch alle Fische im See.
Im Reservoir lebten unter anderem Forellenbarsch, Schwarzbarsch, Sonnenbarsch, Gefleckter Gabelwels und Flacher Gabelwels. Dazu kamen eingesetzte Arten wie Bachforelle und Regenbogenforelle.
Das San Carlos Recreation and Wildlife Department warnte vor Gesundheitsrisiken. Die verwesenden Fische könnten Menschen beim Bootfahren oder Angeln gefährden.
Schon früher fast trocken
Niedrige Wasserstände sind hier nicht neu. Seit der See 1930 gefüllt wurde, lief er laut Berichten mindestens 20-mal leer.
Schon bei der Einweihung wuchs Gras auf dem trockenen Seeboden. Der Humorist Will Rogers sagte zu Präsident Calvin Coolidge: „Wenn das mein See wäre, würde ich ihn mähen.“
Große Fischsterben gab es auch in den Jahren 1976 und 2018. Nach dem Tod von mehr als 5 Millionen Fischen im Jahr 1976 brauchte das Ökosystem laut dem Gila Herald fünf Jahre zur Erholung.
Hoffnung auf Regen
Die Region steckt in einer mehrjährigen Trockenzeit. Die Quellgebiete des Gila River in New Mexico leiden laut dem U.S. Drought Monitor unter schwerer Dürre.
Der Flusslauf schwankt jedoch stark, und kräftiger Regen könnte das Reservoir wieder füllen. Eine Prognose der NOAA vom Mai 2026 nennt eine Chance von 33 bis 50 Prozent für überdurchschnittlichen Regen im Sommer.
Auch El Niño im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik wurde im Spätfrühling 2026 stärker. Das macht starke Regenfälle im Südwesten der USA wahrscheinlicher.
Die Bilder stammen vom NASA Earth Observatory, erstellt von Michala Garrison mit Landsat-Daten des U.S. Geological Survey. Der Text stammt von Adam Voiland.
Fazit
Die heutigen Umwelt-Nachrichten zeigen, wie Dürre und Wasserabgaben das San Carlos Reservoir in Arizona fast leerlaufen ließen: Laut NASA Earth Observatory lag der Füllstand im Mai 2026 bei nur noch 389 Acre-Feet – weniger als 1 Prozent, während der See im Juni 2023 noch etwa 60 Prozent voll war. Fast alle Fische starben, und die Behörden sperrten den See am 5. Juni 2026 auf unbestimmte Zeit. Auf Satellitenbildern ist heute wieder der natürliche Lauf des Gila River sichtbar, an dessen früherem Seeboden grüne Vegetation wächst.
Häufig gestellte Fragen
Warum starben fast alle Fische im San Carlos Reservoir?
Dürre und Wasserabgaben ließen den Wasserstand so stark sinken, dass laut NASA Earth Observatory fast alle Fische starben.
Wie niedrig war der Füllstand im Mai 2026 im Vergleich zu 2023?
Im Mai 2026 lag der Füllstand bei nur 389 Acre-Feet – weniger als 1 Prozent, während der See im Juni 2023 noch etwa 60 Prozent voll war.
Was ist mit dem See passiert, nachdem er fast leer war?
Die Behörden sperrten den See am 5. Juni 2026 auf unbestimmte Zeit; heute ist der natürliche Lauf des Gila River wieder sichtbar und am früheren Seeboden wächst grüne Vegetation.