Apple ändert iOS in Brasilien nach CADE-Einigung
Dieser Bericht fasst die Technologie-Nachrichten vom 2026-06-21 zusammen und basiert ausschließlich auf den Originaltexten der Quellen.
Apple ändert iOS in Brasilien nach CADE-Einigung

Laut apple.com hat Apple am 18. Juni 2026 Änderungen für iOS-Apps in Brasilien angekündigt. Grund ist eine Einigung mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE).
Entwickler bekommen neue Möglichkeiten. Sie können Apps künftig über andere Marktplätze verteilen. Auch Zahlungen können sie außerhalb von Apple In-App Purchase abwickeln.
Diese neuen Optionen schaffen laut Apple aber auch neue Risiken. Das Unternehmen nennt Schadsoftware, Betrug, Abzocke sowie Gefahren für Datenschutz und Sicherheit.
Welche Schutzmaßnahmen Apple einführt
Apple hat mit der brasilianischen Behörde Schutzmaßnahmen vereinbart. Dazu gehören wichtige Vorkehrungen für jüngere Nutzer.
Die Maßnahmen umfassen die Notarisierung für iOS-Apps und ein Genehmigungsverfahren für App-Marktplätze. Außerdem sollen Anforderungen Kinder vor ungeeigneten Inhalten und Betrug schützen.
Diese Schutzmaßnahmen beseitigen die neuen Risiken nicht vollständig, so Apple. Sie seien aber nötig, damit iOS die sicherste mobile Plattform in Brasilien bleibe. Entwickler können die neuen Funktionen ab heute mit iOS 26.5 in ihre Apps einbauen.
Neue Wege, um Apps zu verteilen
Der App Store bleibt laut Apple der beste Ort für iOS-Nutzer in Brasilien. Dort wird jede App auf Datenschutz und Sicherheit geprüft.
Künftig dürfen Entwickler iOS-Apps in Brasilien aber auch über andere Marktplätze anbieten. Diese Marktplätze muss Apple genehmigen. Sie müssen laufende Anforderungen erfüllen.
Apps außerhalb des App Store genießen nicht denselben Schutz. Das Unternehmen warnt vor Betrug, Missbrauch sowie unzulässigen oder schädlichen Inhalten.
Um einige Risiken zu senken, führt Apple eine Basisprüfung durch. Diese sogenannte Notarisierung gilt für alle iOS-Apps. Sie kombiniert automatische Kontrollen mit menschlicher Prüfung und sucht nach bekannter Schadsoftware und Viren. Die Notarisierung ist aber weniger umfassend als die App-Prüfung im App Store.
Neue Optionen bei Zahlungen
Im App Store können Nutzer in Brasilien weiterhin Apple In-App Purchase verwenden. Damit kaufen sie digitale Waren, verwalten Abos und fordern Rückerstattungen an.
Apple stellt nun Werkzeuge bereit, die weitere Zahlwege erlauben. Entwickler können eine alternative Zahlungsmethode einbauen oder Nutzer auf eine Webseite leiten.
Diese Optionen erscheinen immer neben Apple In-App Purchase. So sehen Nutzer klar, wann sie über Apple bezahlen. Beim Bezahlen mit Apple In-App Purchase bleiben vertraute Schutzfunktionen wie Rückerstattung, Abo-Verwaltung und „Report a Problem“ erhalten.
Bei alternativen Zahlungen kann Apple keine Rückerstattungen ausstellen. Nutzer müssen ihre Zahlungsdaten womöglich mit weiteren Stellen teilen. Das kann neue Risiken für Datenschutz und Sicherheit schaffen.
Neue Geschäftsbedingungen und Provisionen
Apple aktualisiert auch die Geschäftsbedingungen für iOS-Apps in Brasilien. Das Unternehmen erhebt weiterhin nur eine Provision auf den Verkauf digitaler Waren und Dienste.
Die Provision im App Store sinkt. Die meisten Entwickler zahlen künftig 10 Prozent. Für andere Fälle nennt die Quelle 21 Prozent.
| Bedingung | Provision |
|---|---|
| Mehrheit der Entwickler (u. a. Small Business Program, Video Partner Program, Mini Apps Partner Program) | 10 Prozent |
| Abos nach dem ersten Jahr | 10 Prozent |
| Weitere Transaktionen | 21 Prozent |
Entwickler finden Details auf der neuen Seite des Apple Developer Support. Apple kündigte an, weiterhin mit Behörden über stärkere Schutzmaßnahmen für iOS-Nutzer zu sprechen.
Fazit
Die heutigen Technologie-Nachrichten zeigen, dass Apple am 18. Juni 2026 nach einer Einigung mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE iOS-Änderungen in Brasilien angekündigt hat. Entwickler dürfen ihre Apps künftig über andere Marktplätze verteilen und Zahlungen außerhalb von Apples In-App Purchase abwickeln. Als Schutzmaßnahmen vereinbarte Apple unter anderem die Notarisierung von iOS-Apps, ein Genehmigungsverfahren für App-Marktplätze sowie besondere Vorkehrungen für jüngere Nutzer gegen ungeeignete Inhalte und Betrug.
Häufig gestellte Fragen
Was dürfen Entwickler in Brasilien durch die CADE-Einigung künftig tun?
Sie können ihre Apps über andere Marktplätze verteilen und Zahlungen außerhalb von Apples In-App Purchase abwickeln.
Welche Risiken nennt Apple bei den neuen Optionen?
Apple nennt Schadsoftware, Betrug, Abzocke sowie Gefahren für Datenschutz und Sicherheit.
Welche Schutzmaßnahmen hat Apple mit CADE vereinbart?
Unter anderem die Notarisierung für iOS-Apps, ein Genehmigungsverfahren für App-Marktplätze sowie Anforderungen zum Schutz von Kindern vor ungeeigneten Inhalten und Betrug.